Capoeira

Was ist das?

Die Capoeira ist nicht einfach nur brasilianische Kampfkunst, sie ist Teil der Geschichte Brasiliens und bekam 2014 von der UNESCO den Titel Weltkulturerbe und steht seit dem auf der Liste der immateriellen Weltkulturgüter. 

Capoeira praktiziert man nicht alleine, die Kommunikation innerhalb der Gruppe ist unglaublich wichtig. Ein gutes Capoeira-Spiel gelingt nur zusammen mit anderen Spielern. Es geht nicht um’s Gewinnen, sondern um das Gemeinschaftsgefühl. Eine gelungene Roda (Kreis) erfordert, dass die einzelnen “Spieler” eine Gruppe formen. Auf natürliche Art entsteht dadurch das Bewusstsein für Toleranz und gegenseitigen Respekt. Capoeira ist niemals frustrierend, weil es untereinander keinen Wettbewerb gibt. Es geht viel mehr darum die eigenen Grenzen zu überwinden. 

 

Da die Musik eine wesentliche Rolle spielt, findet beinahe Jeder in der Capoeira seinen Platz, die Akrobaten, die Kämpfer, die Tänzer und die Musiker. 

 

Capoeira gilt heute als größter Verbreiter der portugiesischen Sprache. 

Warum?

Die Kinder und Jugendlichen die im Regenwald leben, sind größtenteils von der Gesellschaft abgeschnitten. Sie haben keine Möglichkeit an außerschulischen Aktivitäten und Kursen teilzunehmen, weil es keine öffentlichen Verkehrsmittel in die Stadt gibt und der Fußweg zu weit ist. Leider finden aber Alkohol und Drogen wiederum den Weg in die abgelegenen Regenwald-Dörfer. So besteht die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche mit wenig Zukunftsperspektive und fehlenden sinnvollen Freizeitangeboten zum Opfer von Alkolhol- und Drogenkonsum werden.

Unser Lösungsansatz:

Capoeira-Unterricht ist eine Neuheit für die Kinder und Jugendlichen die abgeschottet im Regenwald leben. Sie freuen sich über das Freizeitangebot das sie mit ihren Freunden nutzen können. Disziplin ist eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Unterricht. Dabei zählt nicht nur das Benehmen im Training, sondern auch das Verhalten außerhalb der Trainingseinheiten. Wer zum Beispiel beim Schule schwänzen erwischt wird, riskiert für einige Zeit vom Training ausgeschlossen zu werden. Contra Mestre Cebolinha unterrichtet sowohl im Regenwald als auch in der Stadt. Gemeinsame "Rodas" bieten den Stadt- und Waldkindern die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die einheitliche Capoeira-Uniform stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Alle sind Capoeiristas, ganz egal aus welcher sozialen Schicht. 

Der Kontakt zu den Capoeira-Kindern ermöglicht uns zudem den Zugang zu deren Familien, die wir für unser Projekt gewinnen möchten, um ihnen zu vermitteln, wie wichtig es ist das letzte bisschen Regenwald (ihren Lebensraum) zu erhalten.

Nilo Peçanha- BA

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